Tierschutz macht Schule

Aus der Historie zitiert

Es gibt bemerkenswerte historische Zeugnisse und Zitate zum Tierschutz und gegen die Tierquälerei, die an Aktualität und Gültigkeit kaum oder überhaupt nicht eingebüßt haben. Hier sollen sie Gehör finden, auch wenn ihre Urheber schon lange nicht mehr leben. Sie leben in ihren Worten und Weisheiten weiter.


[Prof. Dr.] Ulbrich in der Sammlung Gemeinnütziger Vorträge, No. 162 vom Januar 1892, herausgegeben vom Deutschen Vereine zur Verbreitung gemeinnütziger Kenntnisse in Prag, über Thierquälerei und Thierschutz:

Als im Jahre 1809 im englischen Parlamente der edle Lord Erskine zuerst den Antrag auf Erlaß eines Gesetzes zum Schutze der Thiere einbrachte, leitete er seine Rede ein mit den Worten: "Es gibt keine wahrhaft gute Erziehung, kein wahrhaft gutes Herz ohne Mitleid mit den Thieren." (A.a.O., S. 2)

Wenn eine entsprechende Gesetzgebung, Familie und Schule, (...) sowie die zum Thierschutze entstandenen Vereine in ihrer Weise thatkräftig bestrebt sein werden, den Thierquälereien entgegenzuwirken, sich der hilflosen Geschöpfe anzunehmen und sie zu beschützen dann werden die Grausamkeiten und Quälereien, die jetzt nur noch zu häufig an den Thieren verübt werden, zu einer großen Seltenheit werden und die Menschheit wird einen großen Fortschritt in der Civilisation zu verzeichnen haben.
Möge sich Jeder den Wahlspruch zur Richtschnur nehmen:
Thiere kennen, heißt Thiere lieben,
Thiere lieben, heißt Thiere schützen,
Thiere schützen, heißt Menschen nützen. (A.a.O., S. 15)