Tierschutz macht Schule

Aus den Medien

Der Tierschutz ist aus der vielfältigen und schnelllebigen Medien- und Presselandschaft gar nicht wegzudenken: seien es Meldungen über Tierquälereien, Tiertransporte, wieder einmal gestiegene Tierversuchszahlen oder unter Kurznachrichten oder in Rubriken wie "Dies & Das" oft als "witzige" Anekdote vermeldete Versuche eines Tieres "seiner Bestimmung zu entkommen": dem sicheren Tod im Schlachthof. Fluchtversuche, die meist damit enden, dass das Tier schlussendlich von der Polizei oder einem herbei gerufenen Jäger erschossen wurde, nachdem es einen erheblichen Sachschaden an Fahrzeugen und Gärten angerichtet oder zur Gefahr für den Straßenverkehr geworden ist. Gelingt es jedoch, nach oft stundenlanger Jagd durch Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt, dem Tier lebendig habhaft zu werden, enden diese "amüsanten" Geschichtchen meist mit Worten wie diesen, dass das Tier nun schließlich "doch noch seinem zugedachten Zwecke entgegen geführt werden konnte". Dem Leser soll ein Schmunzeln abgerungen werden. Nichts scheint von mehr Ambivalenz geprägt zu sein als die vielschichtigen Beziehungen des Menschen zu Tieren - zumal die Dichotomie Mensch/Tier mittlerweile zunehmend als problematisch erkannt und abgelehnt wird. Dazu an anderer Stelle sicher einmal mehr...



:: NEU 14-Jähriger stoppt Tierquälerei: Anzeige
Von Jan Wördenweber, 12.05.09, 23:17h, aktualisiert 12.05.09, 23:18h

Weil er eine Gruppe Jungen aufhielt, die im Rheinpark Enten und ihre Küken mit Steinen beworfen, hat ein 14-Jähriger eine Anzeige wegen Körperverletzung am Hals. Er weigert sich, sich bei seinen "Opfern" zu entschuldigen. Tierschützer loben den Jungen für die Aktion.

Die einen sprechen von "Zivilcourage" und "Tierliebe", die anderen nennen es "vorsätzliche Körperverletzung": Ein 14 Jahre alter Junge hat eine Anzeige am Hals, weil er bei der Tierquälerei einer Gruppe Jugendlicher dazwischen ging. Der 14-Jährige war mit seiner Freundin im Deutzer Rheinpark unterwegs, als er sah, wie andere Jungen Enten und ihre Küken gezielt mit Steinen bewarfen. Wie seine Mutter erzählt, ging der 14-Jährige alleine auf die Gruppe zu und forderte sie auf, damit aufzuhören. Da jedoch niemand reagierte, so die Darstellung, gab er einem gerade aktiven Steinewerfer einen "leichten Klaps" auf den Hinterkopf. Daraufhin liefen die Jugendlichen zu ihren Eltern, die sich auch im Park aufhielten und Anzeige wegen "vorsätzlicher Körperverletzung" stellten. Die Polizei bestätigt dies.

Mit einem Entschuldigungsbrief könnte der Junge die Einstellung des Verfahrens erreichen, rät ihm die Polizei. Doch der 14-Jährige weigert sich. "Ich weiß, das ist taktisch sicher falsch, aber ich stehe zu meinem Sohn", sagt seine Mutter. "Er hat nichts Falsches gemacht und niemanden verletzt." Ihr Kind habe nur versucht, eine fortgesetzte Tierquälerei in der Öffentlichkeit zu verhindern. >> zu Ende lesen

Quelle: Kölnische Rundschau, rundschau-online